Sgraffito, Freskomalerei und Kalkverputze mit Mörtel

Kalkkunst

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Schon als Kind war Joannes Wetzel von Sgraffito-Fassaden fasziniert. Nach der Maurerlehre hat er bei Arbeiten an alten Häusern immer wieder gemerkt, dass alter Mörtel weicher und poröser ist und einen schöneren Farbton hat. Mit Kursen zum Thema Kalk und Aufenthalte bei spezialisierten Betrieben, einer Weiterbildung zum Steinhauer in Peccia und stetiges Tüfteln mit eigenen Baumaterialien hat er sein Wissen erweitert. Heute arbeitet Wetzel mit eigenen
nachhaltigen Baumaterialien, welche er grösstenteils aus lokalen Ausgangsstoffen und ohne schädliche Zusatzstoffe in höchster Qualität selbst herstellt. So sind seine Verputze raumluftregulierend, allergiefreundlich, schadstoffbindend, langlebig, reparaturfähig und bedenkenlos der Natur rückführbar.

Joannes Wetzel ist es wichtig nicht nur zu bauen – viel mehr will er gestalten, schöne Räume schaffen, welche für die Menschen und die Umwelt gut sind und sich die Bewohner:innen wohl fühlen. Er kann mit eigenen Materialien kreativ und bedarfsorientiert arbeiten, so dass jede Wand, jede Arbeit ein Unikat wird.

Selbstgebrannter Dolomitkalk bildet die Grundlage für die Arbeiten von Joannes Wetzel. Seit dem ersten Versuch im Jahre 2013 hat er in unzähligen Stunden und anhand alter Zeichnungen den Ofenbau und die Technik stetig verfeinert. Mit dem Verein Kalkwerk brennt Joannes Wetzel mit jedem siebentägigen Kalkbrand aus 14 Tonnen Gestein rund sieben Tonnen Brandkalk. Dieser gebrannte Dolomit bildet das Bindemittel für seine Verputze, Mörtel und Farben. Mit seinen eigenen Materialien und der nachhaltigen Bau-Philosophie erweitert Joannes Wetzel das Bun Tschlin-Angebot.